Heinrich Fockenbrock, Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, begrüßt die Einsetzung einer Kommission durch die Bundesregierung zur Reform der finanziellen Ausstattung der Kommunen. Vor dem Hintergrund des Einbrechens der Gewerbesteuer und der in Teilen katastrophalen Lage der kommunalen Haushalte hatte dieses die CDU-Bundestagsrabgeordnete Rita Pawelski aus Hannover in einem kürzlichen Interview mit Radio Aktiv angekündigt.
Damit wird laut Heinrich Fockenbrock endlich eine zentrale Forderung der FDP aufgegriffen, die eine Kontiunität der Gemeindefinanzen nur dann gewährleistet sieht, wenn an die Stelle der konjunkturabhängigen und damit "unzuverlässigen" Gewerbesteuer ein erhöhter Anteil der Einkommens- und Lohnsteuer sowie Anteile der Umsatzsteuer tritt, gekoppelt mit einem eigenen Recht auf Festsetzung des Hebesatzes durch die Kommunen.
Wie notwendig eine Finanz-Reform und Ersatz der Gewerbesteuer ist, machen die Schwankungen des Gewerbesteueraufkommens im Landkreis Hameln-Pyrmont z.B. im Zeitraum von 2004 - 2009 deutlich. Sie liegen in einer Größenordnung zwischen ca. 35 Mill.€ im Jahre 2004, dann ca. 58 Mill. € in Jahre 2006, dann wieder 39 Mill.€ im Jahre 2007 und letztlich ca. 48 Mill. € im Jahre 2009.
Die Schwankungsbreite wird in den Städten und Gemeinden noch deutlicher. So hatte die Stadt Hameln im Jahre 2004 ein Gewerbesteueraufkommen von ca. 13,7 Mill. € über ca. 37 Mill. € im Jahre 2006 und dann im Jahre 2009 wieder von ca. 26 Mill. € im Jahre 2009.
Deutlicher kann man die Problematik einer Konjunkturabhängigkeit hinsichtlich der Finanzausstattung der Kommunen nicht ausdrücken. Es wird höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert, so FDP-Fraktionsvorsitzender Heinrich Fockenbrock.