Thema: Diskussion um Kreisfusionen
Die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen sowie Landrat Rüdiger Butte betonten nochmals ausdrücklich die Bereitschaft des Landkreis Hameln-Pyrmont, eine Fusion mit dem LK. Holzminden vorbehaltslos gemeinsam zu prüfen. Die Fraktionsvorsitzenden beauftragten Landrat Butte, dieses in einem Schreiben an den Landrat des Landkreises Holzminden und die dortigen Fraktionsvorsitzenden zu Ausdruck zu bringen und gleichzeitig erneut zu einem Gespräch der Fraktionsvorsitzenden beider Kreistage zusammen mit den beiden Landräten einzuladen.
Nicht erfüllen konnten die Fraktionsvorsitzenden jedoch die Erwartung von Landrat Rüdiger Butte (siehe dazu Interview/Aussage LR. Butte in der DEWEZET vom letzten Samstag), die hiesige Politik würde sich einem gemeinsamen Gutachten unter der Beteiligung der Land-kreise Göttingen, Osterode, Hildesheim, Northeim, Holzminden und Hameln-Pyrmont anschließen, um damit dem Beschluss des Kreistages Holzminden nach zu kommen.
Eine Beteiligung an diesem Gutachten wurde von allen Fraktionsvorsitzenden abgelehnt.
Während die SPD die Ablehnung im Wesentlichen damit begründete, dass die Landesregierung zunächst in der Pflicht sei und Rahmenbedingungen für Fusionen zwischen den Landkreisen bzw. den Regionen festlegen müsse, stimmten die Fraktionsvorsitzenden der Mehrheitsgruppe (und auch der Unabhängigen) einem Gutachten deshalb nicht zu, weil ein Gutachten in einer so umfassenden Beteiligung keine Klarheit schaffen würde, sondern letztlich zu viel Interpretationsraum lasse ("jeder Landkreis sucht sich das beste heraus") und dazu die Inhalte und Ziele eines solchen Gutachtens ausschließlich zwischen den LK. Holzminden und Northeim festgelegt werden sollen und Termine über eine Beschlussfassung darüber zwischen beiden Landkreisen bereits vereinbart wurden.
FDP-Fraktionsvorsitzender Heinrich Fockenbrock äußerte sich zufrieden über die Beschlussfassung der "Interfraktionellen Runde" und sah die Auffassung der FDP-Kreistagsfraktion in vollem Umfang bestätigt.
Thema: Neubau/Sanierung der Elisabeth-Selbert-Schule
Landrat Butte übereichte den Fraktionsvorsitzenden das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie der Unternehmenberatung SIKMA "Untersuchungen zur Standortfestlegung zum Neubau/Sanierung der Elisabeth-Selbert-Schule".
Das Ergebnis der Untersuchungen mit Varianten Neubau oder Sanierung, die bezüglich der Investitions- und Finanzierungskosten erheblich von einander abweichen, wird zunächst in den Fraktionen erörtert. Eine Entscheidung wird jedoch erst getroffen, wenn vor dem Hintergrund des demograhpischen Wandels eine Analyse aller Schulstandorte im Landkreis hinsichtlich der Entwicklung der Schülerzahlen vorliegen. So müssen nach Auffassungen aller Beteiligten mögliche Leerstände in eine Ergebnisprü+fung einbezogen werden. Landrat Butte und die Verwaltung wurden gebeten, kurzfristig eine entsprechende Analyse vorzulegen.
Thema: Informationsanspruch der Politik gegenüber der REK plus (regionale Entwicklungs-Kooperation der Landkreise Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Nienburg)
Die Steuerung der Prozesse innerhalb der REK plus erfolgen durch eine Lenkungsgruppe, in der die Fraktionen der Landkreise bisher lediglich durch eine(n) Kreistagsabgeordneten vertreten sind. Dieses führt nach Auffassung der Fraktionen zu einer unzuausreichenden frühzeitigen Beteiligung bzw. einem Informationsdefizit.
Ohne dass Gremium Lenkungsausschuss formal anzahlmäßig zu überfrachten, wurde auf Vorschlag der FDP-Kreistagsfraktion darum gebeten, den Vorsitzenden aller Fraktionen in den Kreistagen ein Gastrecht (freiwilig und themenbezogen) einzuräumen sowie die jeweilige Tagesordnung und die Protokolle zur Verfügung zu stellen.
Landrat Butte stimmte dem zu und wird diesen Vorschlag mit den anderen Landräten und der Lenkungsgruppe besprechen.
Thema: Klimaschutzagentur
Im Rahmen der Fraktions- und Gruppensituzung von CDU-FDP und Bündnis `90/Die Grünen wurde festgestellt, dass die Gründung einer kreisweiten Klimaschutzagentur sehr schleppend und unbefriedigend läuft. Die Kommunen haben nicht nur erheblichen Informationsbedarf an der Erläuterung der Konzeption, sondern insbesondere Vorbehalte an der Beteilung der Kosten für die Geschäftsführung pp..
Unmut wurde von den Kommunen auch über ein Schreiben der Verwaltung geäußert, dass ohne entsprechende Informationsbegleitung und Erörterung vor Ort sowie eine enge Terminsetzung hinsichtlich der Beitrittsentscheidung kürzlich "ins Haus flatterte.
Die Fraktionsvorstände werden sich in der kommenden Woche mit der Thematik erneut befassen und nach Lösungsmöglichkeiten und Alternativen suchen.